Rechtsschutz für Domaininhaber und Blogger

Während der beruflichen Tätigkeit oder der Selbstständigkeit kann es immer wieder zu Zwischenfällen kommen, die vor Gericht enden. Die Gerichtskosten und die Kosten für einen Anwalt können ziemlich teuer werden, egal, ob Sie ein Forum oder einen Online-Shop betreiben. Mit der Rechtsschutzversicherung können Sie sich vor diesen Kosten schützen. Die Rechtsschutzversicherung tritt für die Kosten der unterschiedlichsten Streitigkeiten, die im Berufsalltag und während der Selbstständigkeit eintreten können, ein. Betreiben Sie eine Domain oder sind Sie als Blogger tätig, so sind Sie zumeist selbstständig. Vielleicht haben Sie noch gar nicht daran gedacht, dass diese Tätigkeit zu Rechtsstreitigkeiten führen kann.

Sichern Sie sich ab

Damit Sie als Blogger oder Domainbetreiber keine Probleme mit dem Gesetz bekommen, sollten Sie eine Rechtsschutzversicherung ohne zu warten abschließen. In diesem Fall wird die Rechtsschutzversicherung sofort nach der Vertragsunterzeichnung wirksam. Es entstehen keine Wartezeiten, wie das bei einigen Rechtsschutzversicherungen der Fall ist, denn kommt es unmittelbar nach Abschluss der Rechtsschutzversicherung zu einem Rechtsstreit, können Sie sofort mit Leistungen der Rechtsschutzversicherung rechnen. Allerdings tritt die Rechtsschutzversicherung nicht rückwirkend für Rechtsfälle ein, die bereits vor dem Versicherungsabschluss eingetreten sind. Für Selbstständige werden spezielle Rechtsschutzversicherungen angeboten.

Brauchen Blogger oder Domaininhaber Rechtsschutz?

Wie der oben aufgezeigte Fall zeigt, ist eine Rechtsschutzversicherung für Blogger und Domaininhaber durchaus sinnvoll. Im Dezember 2005 wurde der Heise-Verlag vom Hamburger Landgericht aufgefordert, aus dem Web-Forum Beiträge zu entfernen, die ehrenrührig oder beleidigend waren. Das Besondere daran: Diese Beiträge sollten entfernt werden, noch bevor Dritte den Verlag auf deren Existenz aufmerksam machen könnten. Die schriftliche Urteilsbegründung der Richter löste ein Kopfschütteln in der Blogwelt aus. Zunächst verriet das Landgericht dem Heise-Verlag nicht, wie etwas gelöscht werden könnte, von dessen Existenz nichts bekannt ist. Die schriftliche Urteilsbegründung der Richter ging vier Monate später an den Verlag. Die Richter bezeichneten die Foren im Internet als „besonders gefährliche Einrichtungen“ und wiesen auf die besondere Haftung der Betreiber hin. Blogger reagierten auf diese Entscheidung und Begründung mit Ironie. Blogs ähneln schließlich Web-Foren, da sie Kommentar- und Diskussionsmöglichkeiten bieten. Viele Blogger rechneten mit einer steigenden Zahl an kostenpflichtigen Beschwerdebriefen der Anwälte. Sie sehen also, dass es tatsächlich sinnvoll für Blogger und Domainbetreiber ist, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Bislang wird noch keine spezielle Rechtsschutzversicherung für Blogger angeboten.

Bild: panthermedia.net Tobias Ott