Nachhaltig heizen: Ratgeber rund um das Thema Wärmepumpen

Die Nachhaltigkeit fördern

Nachhaltigkeit ist in aller Munde – selbst bei großen Konzernen ist dieser Gedanke mittlerweile angekommen und als Schlagwort überall vertreten. Entwicklung und Forschung hat meist dieses Ziel – denn wir erkennen, dass unsere Erde unseren Schutz benötigt.

Redet man also über Nachhaltigkeit, dann meint man vornehmlich einen Verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen, die wir zur Energiegewinnung benutzen. Das kann im direkten Bezug stehen, z.B. die Nutzbarmachung von alternativen Energiequellen, aber auch die Weiterentwicklung von Kühlschränken, Elektroautos oder Glühbirnen stehen unter dem Gedanken der Nachhaltigkeit.

Effizient Heizen

Ganz in diesem Sinne arbeiten auch Wärmepumpen. Sie nutzen verschiedene Formen der Erdwärme, um Häuser und Wasser zu beheizen bzw. erwärmen. Dabei ist der Nutzen einer Wärmepumpe auch immer davon abhängig, für welchen Typ man sich entscheidet und in welcher Art von Haus man sie verbaut. Isolierung und Substanz der Häuser spielen natürlich eine erhebliche Rolle in der gesamten Wärmeverteilung und –Nutzung im Haus.

Drei Typen von Wärmepumpen

Man kann zwischen Sole-Wasser-Wärmepumpen, Luft-Wasser-Wärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmpumpen wählen. Allen drei ist gleich, dass sie Umweltwärme absorbieren und diese durch verschiedene Verfahren deutlich erwärmen. Die Sole-Wasser Wärmepumpe überträgt Umweltwärme aus der Erde mittels Wärmetauscher an die sogenannte Sole. In dieser ist Kältemittel enthalten, welches so erwärmt wird. Anschließend wird dieses Gemisch komprimiert und kann seine Temperatur erhöhen. Das so entstehende Gas kann in das Heizungssystem gespeist werden.

Bei Wasser-Wasser Wärmepumpen wird mittels Kältemittel dem Grundwasser wärme entzogen und erhitzt. Die Luft-Luft Wärmepumpe kommt ohne Kältemittel aus und nutzt die Abluft eines Gebäudes, um Wärme zu erzeugen. Diese wird wiederum genutzt, um Frischluft zu erhitzen. Allerdings funktioniert dieses Verfahren nur in luftdichten Gebäuden, wie beispielswiese in sogenannten Passiv-Häusern.

Effizienz von Wärmepumpen

Zwar sind Wärmepumpen in ihrer Anschaffung oft sehr teuer und zunächst nicht preisgünstiger, als normale Heizungssystem. Allerdings können sie diese Kosten durch sehr niedrige laufende Kosten innerhalb von 10 bis 15 Jahren wieder ausgleichen. Deshalb sind sie langfristig kostengünstiger. Außerdem werden Wärmepumpen in bestehenden Gebäuden, wo sie nachträglich eingebaut werden, mittlerweile vom Staat mit bis zu 2400 Euro gefördert. Nachrechnen lohnt sich also.

Bild: panthermedia.net Thomas Knauer